Inklusion

Wirklich beste Freunde – eine Clique fürs Leben

»Auch Menschen ohne Behinderung haben ein Recht darauf, mit Menschen mit Behinderung zu leben«, höre ich meinen guten Freund, Raul Krauthausen, sagen. Welche Bedeutungskraft dieser Satz hat, zeigt der Film Wirklich beste Freunde – eine Clique fürs Leben.

— 09. Februar 2016

Nico (27) ist aufgrund von der Muskelerkrankung Duchenne auf einen Rollstuhl angewiesen und lebt mit einer 24-Stunden-Assistenz, die ihn bei alltäglichen Dingen, wie Duschen, Anziehen, Klo oder Tütchen rauchen unterstützt. Das Besondere: Die Assistenz übernehmen zum größten Teil Nicos Freunde, die ihn seit der frühen Schulzeit begleiten, um sich neben den jeweiligen Ausbildungen etwas dazuzuverdienen. Der Grund: Nico will so viel Zeit mit seinen Freunden verbringen, wie möglich. Seine Freunde wollen das auch. Und da Nico sowieso Assistenz braucht, bringt dieses Modell eine win-win-Situation für alle Beteiligten.

Neun Freunde lachen am Strand in die Kamera. In ihrer Mitte sitzt Nico im Rollstuhl.

Der Film ist der beste und schönste Beweis dafür, wie positiv und bereichernd sich die Inklusion auf das Leben und Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung auswirkt.
Die Eltern von Nico mussten hart dafür kämpfen, dass ihr Kind auf eine Regelschule kommt und natürlich hatten sie viele Ängste. Aber sie haben einfach mal gemacht, ausprobiert und erreicht, dass alle an ihren Möglichkeiten und Aufgaben wachsen konnten.

Behinderung bedeutet für mich Bereicherung. Dass auch ich Freundinnen und Freunde mit Behinderung habe, bereichert mich in meiner Einstellung zum Leben.

Fotocollage zeigt Nico mit seinen Freunden aus Jugendzeiten.

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